Faszienrolle und Wirbelsäule – Was Sie wissen sollten

Als eine Ursache von Rückenschmerzen gelten Veränderungen der Wirbelsäule. Wenn Krankengymnastik und Massage nicht anschlagen, empfehlen die Ärzte häufig eine Operation. Aber auch danach sind viele Patienten nicht dauerhaft schmerzfrei. Übungen mit der Faszienrolle können die Therapie wirkungsvoll unterstützen und eine Operation unnötig machen.

Die Faszienrolle als Therapie bei Schmerzen an der Wirbelsäule

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in Deutschland. Das Problem ist, dass sich oft keine eindeutige Ursache der Schmerzen finden lässt. Bildgebende Verfahren wie MRT oder Röntgen machen Veränderungen der Wirbelsäule sichtbar, etwa verrutschte Bandscheiben oder abgenutzte Wirbel. Doch selbst nach einer Operation an der Wirbelsäule verschwinden die Schmerzen oftmals nicht dauerhaft. Seit einigen Jahren geraten zunehmend verklebte Faszien als Ursache der Schmerzen in den Blick. Diese können Sie selbst mit der Faszienrolle behandeln. Als Faszien bezeichnen Wissenschaftler das Bindegewebe unseres Körpers. Wie eine weiße, beinahe durchsichtige Hülle umschließen die Faszien unsere Muskeln und Organe, verlaufen zwischen einzelnen Muskelfasern und unterhalb der Haut. Durch zu wenig Bewegung können sie zu Klumpen verdicken und dann auf die Nerven links und rechts der Wirbelsäule drücken. Außerdem gehen Wissenschaftler davon aus, dass durch verklebte Faszien die darunter liegenden Muskeln ihre Elastizität einbüßen. Das Ergebnis ist ein schmerzhafter Druck im Inneren des Muskels. Mit der Faszienrolle aus Hartschaum können Sie Ihren Faszien und Muskeln ihre Elastizität zurückgeben.

DIe Faszienrolle und das Training an der Wirbelsäule: ein paar Hinweise

Das Training mit der Faszienrolle ist eine sinnvolle Ergänzung zum Muskeltraining, kann dieses jedoch nicht ersetzen. Die Übungen an der Wirbelsäule können Sie im Stehen oder im Liegen durchführen. Die stehende Ausführung eignet sich sehr gut für den unteren Rücken, da Sie hier weniger Druck auf diesen empfindlichen Bereich aufbauen als im Liegen. Platzieren Sie die Faszienrolle zwischen Rücken und Wand, sodass sie ein wenig oberhalb Ihres Gesäßes aufliegt. Gehen Sie nun langsam leicht in die Knie und richten sich wieder auf. Um Ihren oberen Rücken mit der Faszienrolle zu trainieren, legen Sie sich auf den Boden, am besten auf eine Fitnessmatte. Positionieren Sie die Faszienrolle unter Ihrem Rücken und winkeln Sie die Beine an. Nun heben Sie das Gesäß vom Boden und rollen langsam mit dem Rücken über die Faszienrolle und wieder zurück. Es reicht, wenn Sie den jeweiligen Bereich Ihres Rückens eine Minute trainieren. Keinesfalls sollten Sie zu lange trainieren, denn Ihr Bindegewebe leidet nicht nur bei Unterforderung, sondern auch bei Überforderung.

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Faszienrollen. Zum Einstieg sollten Sie sich eine einfache, universell einsetzbare Rolle mit glatter Oberfläche besorgen. Eine genoppte Oberfläche übt einen zusätzlichen Druck aus. Für Übungen rund um die Wirbelsäule ist zudem ein Modell mit Aussparung in der Mitte oder ein Faszienball sinnvoll. Bei diesen liegen die Dornfortsätze der Wirbelsäule nicht direkt auf dem Hartschaum der Faszienrolle auf. So vermeiden Sie unangenehmen Druck und können mit Ihren Übungen unmittelbarer an den Muskeln und Faszien links und rechts der Wirbelsäule ansetzen. Eine große kommentierte Auswahl von Faszienrollen finden Sie unter anderem auf Amazon oder bei uns.

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