Ein schmerzfreie Schulter mit der Faszienrolle?

Tausende Menschen leiden an Schmerzen und Verspannung an der Schulter. Dies kann auch in den Rücken oder den Nacken ausstrahlen. Oft sind die Beschwerden nur durch Physiotherapie oder Krafttraining nicht zu beheben. Die Faszienrolle kann Abhilfe schaffen. Wie das funktioniert und worauf Sie bei der Anwendung achten sollten, zeigt dieser Artikel.

Wie funktioniert die Faszienrolle?

Die Faszienrolle besteht aus Hartschaum. Sie ist nicht nur als Rolle, sondern auch als Ball oder Kugel für den Rücken erhältlich. Mit leichtem Druck werden die betroffenen Stellen über die Faszienrolle gerollt. Durch den Druck werden die Faszien stimuliert.

Das Fasziengewebe ist der elastische Teil des Bindegewebes. Dieser spannt sich wie ein Netz unter der Haut um den gesamten Körper. Die Faszien können verkleben. Nach neusten Studien kann dies der Grund für Schmerzen sein, die keine andere medizinische Begründung haben. Das Training der Faszien mit der Faszienrolle hilft dem Wohlbefinden, der Beweglichkeit und der Linderung von Schmerzen.

Ihren Einsatz hat die Faszienrolle am ganzen Körper, aber besonders an der Schulter, dem Rücken und den Beinen.

Kann die Faszienrolle an der Schulter eingesetzt werden?

Die Antwort ist ganz klar: Ja. Die Faszienrolle kann prophylaktisch oder zur lokalen Schmerzbekämpfung an der Schulter angewandt werden. Die besten Übungen für die Schulter finden Sie weiter unten im Artikel.

Grundsätzlich gibt es drei Schwerpunkte bei denen sich der Einsatz der Faszienrolle an der Schulter lohnt. Hierzu gehören Schmerzen, ein steifer Nacken und das HWS Syndrom.

Bei Schmerzen lohnt es sich die Schulter und den ganzen Rücken zu bearbeiten. Oft ist die schmerzende Stelle an der Schulter nicht immer der Herd der Ursache. Um Verklebungen effektiv zu lösen, muss der ganze Oberkörper bearbeitet werden.

Bei einem steifen Nacken lohnt es sich den Nacken, den oberen Rücken und die Schulter durch das Faszientraining zu entspannen. Oft kann ein zusätzliches Muskeltraining helfen die Schmerzen in den Griff zu bekommen.

Das HWS Syndrom oder auch Schulter-Arm-Syndrom tritt mit lokalen Schmerzen in der Schulter und dem Nacken auf. Die Ursachen sind vielfältig. Es sollte aber vor der Behandlung mit der Faszienrolle abgeklärt sein, ob es sich um einen Bandscheibenvorfall handeln könnte.

Übungen mit der Faszienrolle für die Schulter

1. Übung im Stehen

Mit dieser Übung können Sie die Faszien von Verklebungen befreien. Es ist normal, dass bei der ersten Anwendung Schmerz auftreten kann. Manchen Sie trotzdem weiter und rollen Sie so lange bis der Schmerz deutlich abgeklungen ist. Je mehr Sie mit der Faszienrolle arbeiten, desto weniger Schmerzen werden auftreten.

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Sie stehen seitlich zu einer Wand. Klemmen Sie sich die Faszienrolle nun zwischen Ihre Schulter und eine Wand. Sie können hierfür die Rolle oder einen Ball verwenden. Im Anschluss gehen Sie leicht in die Knie. Dies ermöglicht Ihnen die Faszienrolle mit Druck über Ihre seitliche Schulter rollen zu lassen.

Variieren Sie die Intensität und nehmen Sie sich so viel Zeit wie Sie benötigen. Die Übung wird an der anderen Schulter wiederholt.

2. Übung im Liegen

Für diese Übung legen Sie sich seitlich auf den Boden. Der Arm, der dem Boden zugewandt ist, ist ausgestreckt. Sie klemmen die Faszienrolle unter Ihre Achsel. Im Anschluss winkeln Sie die Beine an und bewegen sich auf der Faszienrolle auf und ab. Der Druck ist auf Ihr Schulterblatt gerichtet.

Um ein noch intensiveres Resultat zu bekommen, verschränken Sie die Arme vor der Brust. Nun kann auch der Bereich unter Ihrem Schulterblatt massiert werden.

Fazit

Mit der Faszienrolle kann effektiv gegen Schmerzen und Verspannungen vorgegangen werden. Außerdem lässt sich die Beweglichkeit und Mobilität verbessern.

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