Faszienrolle – Ein kleiner Erfahrungsbericht

Die handlichen Rollen zum Kneten der Muskeln werden überall als Verbesserung für die Beweglichkeit beworben. Was steckt wirklich dahinter? Seien Sie gespannt!

Faszienrolle – Worum geht es

Vor der Praxis kommt die Theorie. Rolle ist klar, aber was sind Faszien? Faszien ist kein Begriff, der sofort Bilder abruft. Es geht um das Bindegewebe. Bänder, Sehnen sowie die Bindegewebsschichten sind wichtige Faktoren, um die Beweglichkeit, Stabilität und natürlich Kraftübertragung des Körpers zu sicher. Doch Faszien können verkleben, bieten keine Elastizität mehr und bereiten damit den Muskeln Probleme. Hier setzt die Faszienrolle an. Mit ihrer Hilfe wird Druck auf das Bindegewebe und die Muskeln ausgeübt. Ziel ist es, so Verspannungen und Verklebungen zu lösen, die Durchblutung zu steigern, um die Beweglichkeit nachhaltig zu verbessern. Bleibt die Frage, klappt das auch?

Eine Faszienrolle kaufen – Was ist zu beachten

Bevor der Test für einen Erfahrungsbericht beginnen kann, steht die Entscheidung, welche Faszienrolle ist am Besten. Die wesentlichen Unterschiedsmerkmale sind Material, Form, Härtegrad und natürlich der Preis. Für Einsteiger empfiehlt es sich, eine weiche Rolle zu wählen. Das ist der sichere Weg, denn Verspannungen lösen, hat auch ein bisschen mit Schmerzen zu tun. Die weiche Rolle kommt der Schmerzempfindlichkeit entgegen. Sollen nur bestimmte Stellen bearbeitet werden, kann auch die Form eine Rolle spielen. Der Handel bietet bei Faszienrollen eine große Vielfalt. Letztlich ist es eine individuelle Entscheidung, was passt. Im Zweifel hilft probieren oder einen Erfahrungsbericht lesen.

Ein Erfahrungsbericht – Am Anfang steht der Schmerz

Wer sich für Übungen mit der Faszienrolle entscheidet, muss auch ein bisschen leiden können. Zumindest am Anfang. Die Erfahrungen zeigen, das eine Faszienrolle aus Ethylen-Vinyl-Acetat-Schaum (EVA-Schaum) für den Einstieg von Vorteil ist. Die Muskelpartien reagieren nicht so stark mit unangenehmen Rückmeldungen. Andererseits zeigt zum Beispiel das leichte Ziehen in den Waden, die vorsichtig über die Rolle gleiten, es gibt Bedarf. Auch wenn es widersprüchlich klingt, der leichte Scherz motiviert auch. Trotzdem darf nicht übertrieben werden. Am Anfang reichen zehn Minuten für einzelne Muskelgruppen völlig aus. Die Belastung lässt sich dabei zum Teil auch steuern.

Bleiben wir bei den Waden. Zu Beginn ist es durchaus sinnvoll, zunächst die Beine einzeln oder parallel über die Faszienrolle gleiten zu lassen. Der Druck ist geringer. Erst nach einer Gewöhnungsphase sollte dann mutig nur ein Bein über die Rolle gleiten, das durch das darüber liegende, zweite Bein, zusätzlich belastet wird. Diese Druckerhöhung bringt mehr Tiefenwirkung und verteilt auch den Gleitfilm aus Hyaluronan besser im Bindegewebe. Ein ganz wichtiger Punkt. Denn am Ende steht ein wieder erstarktes, gut mit Hyaluronan versorgtes Bindegewebe. Das macht sich nach nur wenigen Tagen, so regelmäßig mit der Faszienrolle geübt wird, auch bemerkbar. Die Muskeln reagieren schmerzfrei auf die Massage, das Gleiten über die Fazienrolle wird zur angenehmen Entspannungsübung. In einem Erfahrungsbericht darf nicht der Hinweis fehlen, dass auch noch ganz andere Effekte eintreten. Zum einen erhöht sich durch die Übungen die gesamte Motorik, weil das Balancegefühl gefordert und letztlich trainiert wird. Zum anderen werden ganz nebenbei auch noch die Armmuskeln trainiert, den bei einigen Übungen im Beinbereich, stützen die Arme den ganzen Körper. Da ist Kondition gefragt, die aufgebaut wird.

Fazit

Eine Faszienrolle verbringt keine Wunder, doch sie hilft. Der Erfahrungsbericht zeigt, bereits nach wenigen Anwendungen lösen sich Verspannungen. Die Schmerzempfindlichkeit geht zurück und weicht einer spürbar besseren Geschmeidigkeit, der mit der Faszienrolle behandelten Muskelpartien.


HINWEIS: Unsere Beiträge ersetzen in keinem Fall die Meinung eines Arztes, Leistungssportlers oder Physiotherapeuten und sollten nicht als professionelle und individuelle Beratung betrachtet werden. Die hier stehenden Informationen dürfen nicht zur Eigendiagnostik oder Therapie angewendet werden.


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